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Oliver Bertschinger

PR-Fachmann, M.Sc.

E-Mail: die Blind Carbon Copy (Blindkopie, BCC)

E-Mails haben längst den Weg in den Alltag gefunden. Der richtige Umgang mit Ihnen noch nicht. Viele kennen die Möglichkeit für einen Blindkopie-Versand nicht. Dieser Artikel klärt auf, wie die Blind Carbon Copy, kurz BCC, genutzt wird. Dieser Artikel erschien im Original im August 2003, und er ist auch im Jahr 2017 von unveränderter Gültigkeit.

Was bedeutet BCC?

Der Ausdruck Blind Carbon Copy stammt aus dem Umgang mit Papierformularen. Mehrere Durchschläge können so beschaffen sein, dass gewisse Felder leer bleiben, auch wenn auf dem obersten Blatt etwas geschrieben wurde. Auf einem Durchschlag sind vielleicht alle Felder mit ausgefüllt worden (Carbon Copy - Karbonkopie), auf einem zweiten Durchschlag vielleicht nur ausgewählte Felder (Blind Carbon Copy, Blindkopie). Wer diesen zweiten Durchschlag erhält, kann nicht wissen, was in die in der Kopie leer gebliebenen Felder geschrieben wurde.

Unterschiede zwischen CC und BCC

Bei E-Mails ist es nun so, dass die Empfänger der E-Mail in verschiedene Felder eingetragen werden können: in das An (To)-Feld, in das Kopie (CC)-Feld und in das Blindkopie (BCC)-Feld. Die Empfänger im An-Feld werden direkt angesprochen, die Empfänger im Kopie-Feld und im Blindkopie-Feld werden zur Kenntnis informiert. Der Unterschied: wer im BCC-Feld steht, können die Empfänger in den An- und Kopie-Feldern nicht sehen. Machen wir ein Beispiel.

  1. Hans steht im An-Feld.
  2. Nina steht im Kopie-Feld.
  3. Peter und Daniel stehen im Blindkopie-Feld

Hans kann sehen, dass Nina eine Kopie erhalten hat. Nina kann erkennen, dass die E-Mail an Hans gerichtet ist, und sie selber eine Kopie (CC) erhalten hat. Peter erkennt, dass die E-Mail an Hans gerichtet ist und eine Kopie an Nina gesendet wurde, kann aber nicht sehen, dass auch Daniel eine Blindkopie erhalten hat. Dasselbe gilt für Daniel; mit der Ausnahme natürlich, dass er nicht sehen kann, dass Peter eine Blindkopie erhalten hat. Weder Hans noch Nina können sehen, dass Peter und Daniel eine Blindkopie erhalten haben.

Und was soll das Ganze?

Diskretion. In erster Linie Diskretion. Speziell im Geschäftsleben. Nicht alle Firmenkunden müssen wissen, dass Sie eine Kopie der E-Mail an die Marketing- oder Rechtsabteilung gesandt haben.

Im Privatverkehr können Sie so beispielsweise verhindern, dass eine Rund-E-Mail gleich auch noch alle Ihre Adressen an alle möglichen Personen liefert. Wie sicher und diskret diese mit E-Mail umgehen, können Sie nicht wissen. So tragen Sie zu einem geringeren Spam-Aufkommen bei. Lesen Sie dazu auch «Die Spam-Flut bewältigen»

Wo ist das BCC-Feld?

Sie finden es in den meisten E-Mail-Programmen (Outlook, Outlook Express, Thunderbird, Windows Mail, Eudora, TheBat! und andere) in der Regel direkt unter dem CC-Feld. In Outlook Express müssen Sie es wahrscheinlich erst hervorzaubern: wählen Sie Neue Mail erstellen, dann «Ansicht», dann «Alle Kopfzeilen». Fortan wird das BCC-Feld immer angezeigt. Wenn Sie die nicht wünschen, gehen Sie genau gleich vor wie beschrieben, das Häkchen vor «Alle Kopfzeilen» wird so entfernt und das BCC-Feld verschwindet wieder.

In Outlook wählen Sie beim Erstellen einer neuen Nachricht «Ansicht», dann «BCC-Feld». Auch hier bleibt diese Einstellung fortan erhalten.

Wie es aussieht

Beispiel: Thunderbird

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von Thunderbird

Beispiel: Windows Mail

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von Windows Mail

Beispiel: Lotus Notes

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von Lotus Notes

Beispiel: Microsoft Outlook

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von Microsoft Outlook

Beispiel: Microsoft Outlook Express

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von Microsoft Outlook Express

Beispiel: The Bat!

Ansicht mit dem BCC-Feld am Beispiel von The Bat!

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